Wie lassen sich die einzelnen Elemente in einem 3D-Drucker ausdrucken? Zum besseren Verständnis haben wir diesen Vorgang der additiven Fertigung anhand eines Ausdrucks in groben Schritten skizziert, der aber zeigt, wie der Druck erfolgt.

Hierbei handelt es sich um einen mehrstufigen Prozess, der bereits damit beginnt, zu ermitteln, ob sich ein Element überhaupt für einen dreidimensionalen Ausdruck eignet. Diese Aussage wird auf der Basis eines digitalen Modells getroffen und entscheidet, ob der Herstellungsprozess mithilfe eines 3D-Drucks überhaupt verfolgt wird. Relevant hierfür ist die Dicke der Wandstärken oder die Größe der Öffnungen.

Bei druckfähigen Elementen und Produkten wird der Druck vorbereitet, indem die einzelnen, für den Druck erforderlichen Teile digital zueinander gelagert werden – der Druck wird so vorbereitet, dass es im tatsächlichen Druckverfahren keine Probleme gibt. Nun heizt sich der 3D-Drucker über eine Stunde hinweg auf, die entsprechenden Druckmaterialien, wie Kunststoffe, Polyresin oder Metall – werden aufgefüllt und ein Druck beginnt. Die Druckdauer ist von Drucker zu Drucker unterschiedlich, grundsätzlich muss aber von einer Druckdauer von etwa 17 Stunden ausgegangen werden.

Ist der Druck beendet müssen die zu diesem Zeitraum noch warmen Druckteile auskühlen. Dies sollte langsam erfolgen, da eine zu schnelle Auskühlung zu einem Problem mit den Materialien und zu Rissen oder Rauigkeit führen. Nun geht es darum, die losen Materialreste von dem gedruckten Element zu befreien. Bei einer Verwendung von Stäuben ist dies beispielsweise eine Absaugung der Überbleibsel durch einen Sauger mit Bürste, die in Handarbeit entfernt werden müssen.

Eine mögliche Verbesserung des Drucks kann durch das Auftragen eines Finishings auf die jeweiligen gedruckten Elemente erreicht werden. In diesem Nachbearbeitungsverfahren wird die Oberfläche der einzelnen Teile geglättet und stabiler gemacht. Ein solches Nachbearbeitungsverfahren ist vor allem dann angebracht, wenn grobe Materialien für den Druck verwendet wurden.

Am Ende geht es darum, die einzelnen Druckteile wieder so zuzuordnen, dass sie wieder problemlos zusammengesetzt werden können. Sie werden also sortiert und zusammengestellt, sodass sie später vom Kunden gleich wieder genutzt werden können. Der gesamte Druckprozess dauert etwas vier Tage – hierbei handelt es sich jedoch lediglich um eine Richtgröße, die variieren kann.

Die so ausgedruckten Teile können sofort ihrem Zweck zugeführt werden und helfen, das defekte Teile ausgewechselt und die Maschinen wieder problemlos genutzt werden können.